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Archiv für die Kategorie ‘Metamorphose’

Premiere

16. August 2013

Vor einigen Tagen schrieb der Kommentator Morph bei wiesaussieht:

Ich glaube, dass Journalisten, die sich in dieser Dynamik behaupten wollen, sehr viel stärker als früher als Personen hervortreten müssen, und das bedeutet vor allem, einen klar erkennbaren Personalstil der Schreibe und ein klar erkennbares Themenprofil zu entwickeln. Die Lage für Jounalisten wird prekärer werden, weil die Zeit der identitätsstiftenden Verlage und Presseunternehmen wohl vorbei ist; zugleich wird sie aber auch chancenreicher, weil man sich mit sehr viel persönlicheren Formen zur Geltung bringen kann. M.E. sind Leute wie Friedrich Küppersbusch oder Stephen Colbert zukunftsweisend.

Was Tilo Jung auf seinem Youtube-Kanal Jung & Naiv seit etwa einem halben Jahr macht, habe ich anfangs beiläufig, bald mit wachsender Neugier beobachtet. Die ersten Jung & Naiv- Interviews nahmen sie mit ihren iphones auf. Die Idee und das Konzept ist offenkundig beeindruckend genug, dass er und sein Produzent Alex Theiler über Krautfunding im März und April erfolgreich Geld eingesammelt haben, um mit ihrer Idee durchzustarten: Politik für Desinteressierte. Mehr…

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Die Metamorphose von König Midas, erzählt von seinem Schatzmeister

17. Juni 2013

Ein seltsamer Mensch dieser König. Kalt wie ein Fisch. Der Name Midas? Der kommt vom Nichts. Er weiß nichts von bleibendem Nutzen. Er setzt auf Cash und auf Gold. Mit einer Hand für Würfel. Wenn ihr mich fragt, was ihn prägt, sag ich Euch: Es ist die Gier in den Augen. Die Eltern waren der Gordius und die Cybele. Vielleicht steckt auch ein Satyr mit drin. Kommts daher, dass er die Eltern nicht achtet noch seine Kinder liebt? Leben fährt in ihn durch die Gier.

Eine Parze erzählte mir, die Geschichte des Midas habe in der Wiege begonnen, als Ameisen den Neugeborenen mit Körnern versorgten. Da kam die Rede auf, dass er dereinst der reichste Mann der Welt sein werde. Mehr…

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Das Geschöpf eines anderen

7. Juni 2013

Ein neues Format. Ein glücklicher Zufall führte es herbei, brachte mich von Anderem ab. Heute publiziere ich die erste Bearbeitung einer Ovidschen Metamorphose: die von Pygmalion, erzählt von Galathea. Dank an UMD!

Was ich Euch erzähle, ist ein Lied aus einer fremden Welt. Einst durchquerte ich Savannen, grub Wasserlöcher für meine Familie, überquerte mit Hannibal die Alpen. Da hieß ich Suru. Die Kraft des Zahns, der ich mal war, versetzte Tiger, Löwen, Griechen, Römer und Nashörner in Furcht und Schrecken. Ich räumte Hindernisse über Hindernisse beiseite. Kinder durften an mir schaukeln. In mir lag eine Kraft, die Ihr nicht kennt, nicht mal im Traum. Mehr…

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