Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Klimaschutz’

Irrsinn

11. Oktober 2010

Dieser Irrsinn hat Methode. Ob das die Aussichten dieses Demokraten auf einen Sitz im US-Senat bessert (oder die seiner Partei beeinträchtigt), wäre eine Frage, die dem Werbespot politische Rationalität bescheinigt.

Joe Manchin ist Gouverneur von West Virginia, einem der Kohle-Staaten, die es zu ihrer politischen Kultur rechnen, vor lauter Gegenwart den Verstand zu verlieren.

Der lunatic fringe ist nicht nur in der Tea Party zu Hause.

Allgemein, Klimaschutz ,

Fundsachen

14. Juli 2010

Der Sommer versetzt den Blogger ins Brüten. Heraus kommt das eine und das andere. Auf dem Weg dahin hier einige Hinweise auf Lesefrüchte, die sich als nützlich erweisen könnten.

Bilbo analysiert in seinem Blog eine Goldman Sachs-Studie: Why is the Economy so weak? What can policy do?

But the bottom line of the paper is that the US is likely to have to endure on-going and massive employment gaps (below potential) for years because the US government is failing to exercise leadership. The paper recognises the need for an expansion of fiscal policy of at least 3 per cent of GDP but concludes that the ill-informed US public (about deficits) are allowing the deficit terrorists to bully the politicians into cutting the deficit. The costs of this folly will be enormous.

In die gleiche Richtung zielt eine kürzlich veröffentlichte Studie des American Enterprise Institutes. Mehr…

Allgemein, Finanzkrise, Klimaschutz, Politische Rhetorik , , , , , , , , ,

Building A Green Economy

7. April 2010

Für das Magazin der New York Times hat Paul Krugman einen riesig langen Beitrag über das Thema "Building A Green Economy" geschrieben.

Darauf komme ich später zurück.

Allgemein, Klimaschutz

Situationsgewinn

5. April 2010

Am Karfreitag redete Barack Obama in North Carolina. Anlass für seinen Auftritt war Bundesgeld aus dem Konjunkturprogramm für ein Unternehmen, das Separatoren für leistungsfähigere neue Lithium-Ionen-Batterien herstellt.

Ich gehe für die Zwecke dieses Postings nur auf eine Passage in der Rede ein, die eine taktische Meisterleistung zeigt. Obama  bezieht sich in der Passage auf die Batterietechnologie der Firma und überträgt ihre ingeniöse Kompetenz auf eine Schwäche des amerikanischen politischen Systems. Schauen wir uns die Passage kurz im Wortlaut an:

"So it is good to be here at Celgard, and it is good to be back in North Carolina.  It is good to be back.  (Applause.)  We just concluded our tour, where we saw some of the workings of this facility where you’re manufacturing components for state-of-the-art batteries.  You’re building separators to make sure diametrically opposed forces can work successfully together.  And I couldn’t help but think:  We could use your help in Congress.  (Laughter and applause.)  We could get one of those — we could get one of those tri-part films and put it between the Democrats and the Republicans.  (Laughter.)  And it would improve conductivity.  Right?  Did I get that right?  Okay."

"Gegensätzliche Kräfte können erfolgreich zusammen arbeiten. (…) Das könnten wir gut im Kongress gebrauchen. Spannen wir diese Separatoren doch zwischen Demokraten und Republikaner. Wie das die Leitfähigkeit verbessern würde! Ist doch so, oder?"

Das kleine Beispiel illustriert maßgeschneiderte politische Redekunst. Schau dir an, wo du hingehst. Heuchel nicht Interesse, sondern versuche zu verstehen. Und wenn das gelungen ist, dann nutze die Gelegenheit, um einen Punkt zu machen, an den sich die Leute erinnern werden.

Später gibt es in dem Video noch ein paar durchaus kritische Fragen aus dem Publikum und den extemporierenden Professor Obama, der aber auch bei dieser Gelegenheit zeigt, wie er komplexeste Themen aus dem Stegreif anschaulich auf den Punkt bringen kann

 

Allgemein, Klimaschutz ,

Zahlen, Daten, Fakten

9. März 2010

Manchmal reicht es, als Quelle für politische Inspirationen (um vom Reden zu schweigen), ein paar Zahlen, Daten und Fakten wirken zu lassen. Der Economist weist darauf hin, in welchen Größenordnungen China in eine grüne Infrastruktur investiert.

Wenn man das in Kontrast setzt zum Ubahnbau in Köln (oder der Berliner Kanzleramtslinie), befällt einen das Grausen. Seinsvergessen? Ach was. Hundert Nummern kleiner, bitte. Hinterm Mond.

Politisch beschwört man, stärker aus der Krise herauskommen zu wollen, als man hineingeraten ist. Warum bloß kommt mir bei diesem Zitat Werner Herzogs Filmtitel in Erinnerung: Auch Zwerge haben klein angefangen …

Allgemein, Klimaschutz , ,