Zwischenrufe
Zwischenrufe bringen Leben ins Leben und sind hier erwünscht. Offenbar mache ich es Ihnen bisher zu schwer. Registrieren usw…, das Registrieren ist aber denkbar einfach: Namen eingeben (welchen auch immer), Email und schon gehts los mit Zwischenrufen zur Sache.
Es gab einige, die mich per Mail erreichten: Ob ich alle kritische Distanz fallen lasse und einer fragwürdigen Hagiographie frönen wolle, denn wer aus Chicago komme, könne kein Heiliger sein, Obama beherrsche alle Tricks der Scientologen und hypnotisiere sein Publikum, was Pathos mit der Erotik Obamas zu tun habe, wie ich es wage, ein Forum zur rhetorischen Kultur aufzumachen, ohne auf Stilmittel einzugehen.
Das alles ist so wichtig wie interessant, aber das brauche ich nicht als Doublette zu produzieren. Mir geht es in diesem Blog um die Frage, wie Reden in einen politischen Prozess intervenieren, folgenreich oder auch nicht, warum das so ist, welche Ressourcen sie für ihre Ziele mobilisieren oder welche Gegenkräfte sie wecken, was ihre Wirkung schwächt.
In der Wahlnacht vom 4. auf den 5. November war ich in Reinhardtsgrimma und ließ meine Seminarteilnehmer am nächsten Morgen die Siegesrede Obamas analysieren. Das Pathos wurde vernichtend kritisiert. So entstand die Idee zu diesem Blog.


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