Die rote Liste der gefährdenden Arten
Von Marco Herack steht heute ein provokanter Aufmacher im Feuilleton der FAZ, interessant genug, hier die Diskussion zu vertiefen.
Der Einstieg ist steil:
“Der Markt“ ist seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 zu einem gebräuchlichen Euphemismus für alles geworden. Stets muss er bewahrt werden, sei es vor zu viel oder zu wenig Rettung.
"Der Markt bzw. "die Märkte" hängen in der politischen Rhetorik als Platzhalter für alles und nichts in der Luft. Entweder sind sie außer Rand und Band (und müssten gebändigt werden) oder die Politik begründet durchaus unerfreuliche Entscheidungen damit, "das Vertrauen der Märkte" wiedergewinnen zu wollen (was "den Märkten" eine in der politischen Verfassung nicht vorgesehene unlegitimierte Macht verleiht). Insofern ist "der Markt" gewiss kein Euphemismus, schon gar nicht für alles, denn wer wollte schon alles bedingungslos für schön erklären, was uns da draußen begegnet?
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