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Archiv für Oktober, 2013

Sichergestellt

28. Oktober 2013

 

Hiermit beschlagnahme ich …. So könnte Edward Snowden eines Tages auf Hawaii gedacht haben, bevor er sich via Hongkong auf den Weg nach Scheremetjewo machte. Er stellte Beweismaterial sicher. Patrick Bahners´ Idee, das Enthüllen, das Unterschlagen, das Entwenden und das Verraten in die juristische Variante eines Beschlagnahmebeschlusses zu verwandeln, steht als Beispiel für semantische Operationen in dieser Causa nicht allein. Plötzlich hören wir von Amerikanern, die Snowdens Handeln im Einklang mit amerikanischen Werten sehen. Plötzlich betrachten wir Snowden als Boten einer Kopernikanischen Wende unserer Kulturgeschichte. Plötzlich: das ist die Pointe der Geschichte, verstehen wir uns selbst nicht mehr. Mehr…

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Hooligans

24. Oktober 2013

 

Untrügliches Zeichen für einen epochalen Wandel. Wenn über Nacht hohe und höchste Werte auf dem Misthaufen landen. Wenn die da oben (verzeiht das altväterliche Bild) sich plötzlich selbst in der Situation von denen da unten wieder finden. Wenn der Protest gegen einen nicht sonderlich überraschenden Sachverhalt plötzlich nicht mehr als erledigt betrachtet werden kann, sondern aus dem Munde der leitendsten Angestellten der Republik vorgetragen wird. Mehr…

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Die Fugger des 21. Jahrhunderts und ihre Nachrichtenmacher

17. Oktober 2013

 

Gestern war die Buchpremiere in München. Jeremy Scahill, langjähriger Autor bei Democracy Now! und The Nation, stellte die deutsche Übersetzung seines Buchs über “Schmutzige Kriege” vor. Nach seinem Buch über die Firma Blackwater eines der interessantesten Bücher über den “Krieg gegen den Terror”, seine Akteure, ihr politisches Denken und ihre Praxis.

Was ihn außerdem interessant macht, ist die Kooperation mit Glenn Greenwald und Laura Poitras, die von dem Ebay-Gründer Pierre Omidyar finanziert wird. In dem Interviewausschnitt, der Rest des 90minütigen Interviews steht bis zum Wochenende im Netz, gibt Scahill erstmals (noch etwas vage) Auskünfte darüber, was wir uns unter seinem “investigativen Journalismus” vorstellen können.

Was daran bemerkenswert ist, das ist der Sachverhalt, dass nun die Gegenkräfte zum Überwachungsstaat und zum ewigen Krieg auf den Plan treten. Günter Hack hat es heute morgen so auf den Punkt gebracht: “Fuggerei und korrespondierender Journalismus. Willkommen in der frühen Neuzeit.”

Der Epochenbruch kann ökonomisch-kulturell im Rückwärtsgang der alten industriellen Interessen betrachtet werden. Oder aus dem Verständnis eines neuen politischen Journalismus Partei ergreifen.

Eine Gänsehaut auf dem Rücken des Engels der Geschichte.

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An Tagen wie diesen

3. Oktober 2013

 

Die Filmsequenz vom 22. September 2013 ist inzwischen trotz ihrer Kürze von nur neun Sekunden in die Geschichte eingegangen. Mehr…

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