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Realitätscheck

Die Nerven liegen blank. Die Debatte über die amerikanische Gesundheitsreform wird von Tag zu Tag schriller. Dazu kommt die nächste Wutwelle über die fetten Banker-Boni bei der mit üppigen Steuermitteln geretteten Citi Bank. Obamas Pay-Zar muss intervenieren. Die Gratwanderung wird peinlich. Denn Verträge müssen eingehalten werden. Oder sie nehmen Klagen in Kauf, die noch mehr kosten. Dagegen wird Obama selbst wohl spätestens morgen bei seinem nächsten Town Hall Meeting was sagen. Er wird die Wut kanalisieren.

Paul Krugman hat  es auf den Punkt gebracht. Gut, dass mit Obama ein Politiker im Weißen Haus sitzt, der keine Angst vor Big Government hat. Die anderen hätten lieber alte Fehler aus den 30er Jahren wiederholt.

Das Weiße Haus mobilisiert seine Bodentruppen: David Axelrod, Obamas Chefstratege, sagt: "Es steht zu viel auf dem Spiel."

Wie so oft, wenn die Demokraten an der Regierung sind, lernen sie ihre historischen Lektionen nur unter Schmerzen. Warum überlassen sie die Zuspitzung immer wieder den anderen? Warum verheddern sie sich in der Komplexität ihrer eigenen Politik?

Jetzt muss Kampagnen-Star Obama selbst an die Front. Er muss aufpassen, dass er sein Kapital nicht verpulvert.

 

 

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