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Make a difference – oder anpacken

Gestern unterzeichnete der community organizer in chief den EDWARD M. KENNEDY SERVE AMERICA ACT. Die Idee des Gesetzes und der Zeitpunkt seines Inkrafttretens hätten kaum besser gewählt sein können. Das Gesetz erweitert den Einsatzbereich und das Budget des AmeriCorps. Inmitten der Zeitenwende mobilisiert Obama die Zivilgesellschaft und ihre Ressourcen. Sie stellt sich den Herausforderungen der neuen Zeit (oder sollen wir sagen des neuen Jahrzehnts?). Das Gesetz lebt von der ziviligesellschaftlichen Tradition der amerikanischen Geschichte und stärkt die Infrastruktur freiwilligen Engagements.

Die Veranstaltung war ein Heimspiel. Nach überschwänglicher Begrüßung zahlreicher prominenter Ehrengäste erinnert Obama an seine eigenen Anfänge in Chicago, im Schatten stillgelegter Stahlwerke. We began to see a real impact in people’s lives. And I came to realize I wasn’t just helping people, I was receiving something in return, because through service I found a community that embraced me, citizenship that was meaningful, the direction that I had been seeking. I discovered how my own improbable story fit into the larger story of America.

Wer nach 9/11 und Katrina, in einer Zeit der Kriege und einer beispiellosen Wirtschaftskrise sich heute als junger Erwachsener engagiert, bekräftige die uramerikanische Idee, dass, wer sein Land liebt, es ändern kann. Die Bewerberzahlen für das PeaceCorps, für Teach For America und AmeriCorps haben sich vervielfacht. What this legislation does, then, is to help harness this patriotism and connect deeds to needs. It creates opportunities to serve for students, seniors, and everyone in between. It supports innovation and strengthens the nonprofit sector. And it is just the beginning of a sustained, collaborative and focused effort to involve our greatest resource — our citizens — in the work of remaking this nation.

Das Gesetz stärkt die Vernetzung und Kooperation freiwilligen Engagements, motiviert junge Amerikaner dazu anzupacken, und holt auch die Babyboomer, die best ausgebildete Generation in der amerikanischen Geschichte, an die neuen Fronten der Zivilgesellschaft.

Der oberste Geschichtenerzähler lädt die Nation dazu ein, auf der Webseite des Weißen Hauses Geschichten über ihr Engagement zu erzählen. Was für ein Kontrast zur vertikalen Vernunft hiesiger Enquetekommissionen und ministerieller Stabsstellen. Die deutschen Wahlkämpfer sollten den Ted Kennedy Act als Blaupause für ein eigenes Vorhaben in den ersten hundert Tagen der nächsten Legislatur aufnehmen, als Steilvorlage für eine überparteiliche Initiative. You don’t need to be a community organizer, or a senator, or a Kennedy — (laughter) — or even a President to bring change to people’s lives. Das geht auch als MdB.

Obama beendet sein Heimspiel mit einer Ted Kennedy-Anekdote,  die der Senator gerne erzählt. An old man walking along a beach at dawn saw a young man pick up a starfish and throwing them out to sea. "Why are you doing that?" the old man inquired. The young man explained that the starfish had been stranded on the beach by a receding tide, and would soon die in the daytime sun. "But the beach goes on for miles," the old man said. "And there are so many. How can your effort make any difference?" The young man looked at the starfish in his hand, and without hesitating, threw it to safety in the sea. He looked up at the old man, smiled, and said: "It will make a difference to that one."

Das geht auch hier. Weltwärts wie heimwärts.

 

 

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