Die Vierte Gewalt im Tumult

2. Januar 2014

Der folgende Text ist ein Beitrag von Tilo Jung und mir zur neuerlichen Debatte über den Journalismus.

Edward Snowden hat nicht nur den Datenhunger der Geheimdienste enthüllt. Seine Enthüllungen haben auch eine Debatte über den Journalismus in Gang gebracht. Sind Journalisten als Vierte Gewalt nicht immer auch Aktivisten? Oder ist Aktivismus mit Journalismus nicht mit einander vereinbar? Was hat das Handwerk des Journalisten mit einer politischen Haltung zu tun? Mehr…

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Verrat als Literatur

28. Dezember 2013

Was ist das für ein Dokument, das der britische TV-Sender Channel 4 am ersten Weihnachtstag in Verkehr brachte? Der Kanal setzt eine Tradition fort, bietet eine Alternative zur Weihnachtsansprache der Königin. Die Auswahl der Episoden belegt etwas ziemlich Banales: Durch die Adern der Konkurrenz fließt kein blaues, sondern bloß Celebrity-Blut. Die Speaker reüssierten auf ziemlich unterschiedlichen Tanzflächen. Edward Snowden und der frühere iranische Staatspräsident Ahmadinedschad markieren die politischen Pole. Ihr Take in der Dramaturgie des Senders folgt nicht den eigenen Skripten, sondern einer Agenda des Senders. Was hat Channel 4 dazu bewogen, Edward Snowden zu casten? Mehr…

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Marat/Sade

22. Dezember 2013

Peter Brook verfilmte das Stück von Peter Weiss. Warum das Stück 50 Jahre nach seiner Premiere so wichtig ist?

Anstelle eines Weihnachtsgrußes.

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Das Glucksen der Nahles

16. Dezember 2013

Eine seltsame Veranstaltung war das gestern. Noch ist niemand gewählt. Noch hat niemand eine Regierungserklärung abgegeben. Noch weiß niemand, wo die Reise hingeht. Und schon stellt dieser voreilige Herr Jauch die Frage, wie wir regiert werden. Und ausgerechnet diejenigen sollen die Frage beantworten, die von den Personalentscheidungen der Bundeskanzlerin bzw. ihrer Parteiführungen über Nacht überrascht wurden (oder auch nicht).

Es gehört zu den postdemokratischen Symptomen, dass solche Fragen an dazu kaum geeigneten und schon gar nicht vorgesehenen Orten gestellt und dort dann auf eine Weise beantwortet werden, die nichts Wesentliches mitteilt (auch nicht mitteilen will). Aber auch da scheint es nur noch darauf anzukommen, wie man etwas nicht sagt, um gleich die albernsten Haltungsnoten zu verteilen. Mehr…

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Personenkult

3. Dezember 2013

 

Es diskutierten:  Roland Tichy in der Rolle der “Jutta Ditfurth des Neoliberalismus”,  Thomas Oppermann als der Marcel Marceau der nichtssagenden verrutschten Mittelscheitel–Mitmischer-Mimik,  Ursula von der Leyen als die wolkige Pythia ihrer eigenen Zukunft, Katja Kipping als schnippische Sibylle der Revolution und Katrin Göring-Eckardt als mutiger Hase Cäsar. Sie waren zu Gast bei Frank Plasberg als dem Albus Dumbledore unserer wöchentlichen Feuerzangenbowle.

Die Anregung zu diesem Hinweis verdanke ich Frank Lübberding sowie dem Umblätterer.

PS: Bei Paul Jorion fand ich heute Morgen noch den Hinweis auf Japan als dem Uzbekistan der Pressefreiheit im Fernen Osten.

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