
Bei seinem OFA-Forum hatte Obama am Donnerstag darüber gespottet: "There’s something about August going into September — (laughter) — where everybody in Washington gets all wee-weed up. (Laughter.) I don’t know what it is. (Laughter.) But that’s what happens." Was immer das tatsächlich im slang bedeutet, lassen wir jetzt mal beiseite. Aber keine 24 Stunden später gab es diesen Eintrag im Urban Dictionary.
Das Sommertheater kommt auf immer höhere Touren, während Obama in die einwöchigen Ferien auf Marthas Vineyard aufbricht. Zu Recht moniert Paul Krugman rhetorische und strategische Schwächen Obamas. Dessen Editorial in der New York Times und einige Antworten in einem Radio-Interview kamen erstaunlich technokratisch und abgehoben über die Rampe.
Und dann erschien gestern dieser neunmalkluge Beitrag in politico, der nach dem Muster, was wäre wenn argumentiert und aus dieser tiefsten aller Weisheiten zu einem nicht sonderlich überraschenden hätte, sollte und könnte kommt.
Obama ist geschlagen mit solchen Unterstützern. Dabei machte sein Forum mit den Graswurzlern eher den Eindruck, als sei er längst in der Richtung unterwegs, die seine "Freunde" von ihm fordern. Natürlich macht er es zu einer nicht nur ökonomischen, sondern zur überaus moralischen Frage, dass es nicht tolerabel sei, wenn 47 Mio. Amerikaner keine Krankenversicherung haben. Er macht auch den jungen Amerikanern klar, dass sie sich versichern müssen, wenn das Gesetz in Kraft tritt: "we don’t want to treat you in the emergency room where everybody else has to subsidize you if you get hit by a truck." Diese Kaskade schneller einsilbiger Worte bringts auf den Punkt
Damit wird Obama nicht zum obersten Policenverkäufer für die amerikanischen Krankenversicherungen. Aber weil diese gerne 47 Mio. neue Kunden bekommen, halten sie still, zeigen ihre Muskeln nur über ihre hohen Spenden für die Reformgegner. Sie hedgen ihre Risiken, machen sich damit politisch angreifbar. In Rahm Emanuels Schachspiel dürfte auch dieser Zug antizipiert worden sein.
Bob Herbert ordnet das Theater in seinem heutigen Kommentar schön ein: "It’s possible that we’ve been without mature leadership for so long that it’s difficult to recognize it when we see it. Mr. Obama has proved the naysayers wrong time and again. But if it turns out that this time he’s wrong, hold onto your hats. Because right now there is no Plan B."
Bei seinem OFA-Forum hatte Obama am Donnerstag darüber gespottet: "There’s something about August going into September — (laughter) — where everybody in Washington gets all wee-weed up. (Laughter.) I don’t know...
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