Ein Medien-Partisan
Rachel Maddow interviewt Jon Stewart. Eine Sternstunde reflexiver TV-Kultur. Stewart ist ein Medien-Partisan, der die Politik besser versteht als ihre Insassen.
Rachel Maddow interviewt Jon Stewart. Eine Sternstunde reflexiver TV-Kultur. Stewart ist ein Medien-Partisan, der die Politik besser versteht als ihre Insassen.
| The Daily Show With Jon Stewart | Mon – Thurs 11p / 10c | |||
| Barack Obama Pt. 1 | ||||
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| The Daily Show With Jon Stewart | Mon – Thurs 11p / 10c | |||
| Barack Obama Pt. 2 | ||||
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| The Daily Show With Jon Stewart | Mon – Thurs 11p / 10c | |||
| Barack Obama Pt. 3 | ||||
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Machen Sie sich ein eigenes Bild von dem Auftritt Barack Obamas in Jon Stewarts Daily Show.
| The Daily Show With Jon Stewart | Mon – Thurs 11p / 10c | |||
| Best Leak Ever | ||||
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Jon Stewart bemerkte letztes Wochenende, Obama brauche einen Metaphern-Zar. Stewart sprach über aufgeschobene Versprechen Obamas, wie zum Beispiel, die Regel des "Don´t Ask, Don´t Tell" abzuschaffen, mit der schwule Soldaten unter dem Regime militärischer Scheinheiligkeit erst kujoniert und dann entlassen werden. Diese Story von Joseph Rocha, weiß Gott kein Einzelfall, ist empörend.
Komiker wie Jon Stewart sind weitsichtig. Wie immer. Denn wo politische Metaphern auf Sand gebaut sind, kommen nicht nur Gründe ins Rutschen.
Auf den Leselisten des Sicherheitskabinetts, das über die Afghanistan-Strategie berät, stehen ein paar Bücher über den Vietnamkrieg. George Packer bewertet den Erkenntnisgewinn der Lektüren eher skeptisch und empfiehlt, zu Thukydides zurückzukehren. Letzte Woche berichtet er von einem Vietnam-Veteranen, der als Wahlbeobachter in Kabul war. Jetzt 80 Jahre alt, verfügt er über die Kraft und Skepsis des vergleichenden historisch geschulten Blicks und schreibt an Packer: "Ich fürchte, dass der Präsident, offenbar ein extrem rationaler Mann, nach einer möglichst rationalen Strategie für Afghanistan sucht, ohne zu bedenken, wer sie wie unter den gegebenen politischen Bedingungen umsetzen soll. Was hier besonders rational zu sein scheint, könnte sich dort als nicht durchführbar erweisen."
Es ist nicht eine Parallele der Kriegsschauplätze (gibt es Staaten wie China oder die Sowjetunion, die die Taliban unterstützen?), sondern die Parallelität des Denkens in den amerikanischen sicherheitspolitischen Think Tanks, die die historisch erfahrenen Beobachter irritiert. William J. Astore zitiert Norman Mailers Kritik an Präsident Johnsons Domino-Theorie. "Die vermeintlichen Bastionen, die wir verteidigen, sind auf Sand gebaut. Die nächste Flut spült sie davon." Astore plädiert überzeugend dafür, dass Obama einen Mailer an seine Seite holt, um die Techno-Kriegssprache der Generale mit einem anderen Blick zu konfrontieren.
Auch die anderen Mailer-Zitate, an die Astore erinnert, können auf Afghanistan übertragen werden: "Führe und eskaliere keinen Krieg in einer Gegend, die den Amerikanern nichts bedeutet. Hüte Dich vor irreführenden Metaphern. Möhren und Peitschen bewegen einen Esel. Aber ein stolzes Volk zu bombardieren und ihm dabei zu helfen, seinen Staat aufzubauen, wirkt am Ende des Tages nur abstoßend."
Das gilt ebenso für die gerade im Kongress beschlossene Pakistanhilfe. Kaum wurden Details des Hilfegesetzes bekannt, tobten die pakistanischen Militärs über die unwürdige Behandlung eines souveränen Staates. Dabei haben die Gesetzgeber sich nur an die Weisheit gehalten, kein Steuerzahlergeld in Gullys zu schaufeln. Die Atommacht Pakistan besteht darauf, ihren amerikanisch finanzierten Rollator selbst in den Abgrund zu steuern.
Für unsere Zwecke stellen wir fest: Sprachkritik und Rhetorikanalyse helfen, Schaden abzuwenden
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