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Artikel Tagged ‘Barack Obama’

Opfer

18. September 2012

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney kündigt den American Dream. Anders sind seine Einlassungen am Rand einer Wahlkampfveranstaltung nicht zu verstehen. Nüchtern kalkuliert er das bestehende Stimmenverhältnis – und bezeichnet die Mehrheit der Wähler Barack Obamas als Opfer, die dem Staat auf der Tasche liegen.

Aus seiner Perspektive eine nüchterne Kalkulation, aus der Perspektive seiner Wahlkampfberater ein Desaster, weil Romney deutlich macht, als Präsident nicht die ganze Nation repräsentieren zu wollen. Er hat sich aks Chimäre geoutet, macht deutlich, dass er dem Bild, das die Obama-Kampagne von ihm zeichnet, entsprechen will.

 

Abwehrzauber, aggiornamento, Allgemein ,

Jon Stewart on Obama´s Kill List

15. Juni 2012

Behind The Scenes

29. Januar 2012

Behind The Scenes: Writing the 2012 State of the Union Address from The White House on Vimeo.

 

Das Video wirft einen PR-gesteuerten Blick "hinter die Kulisse". Immerhin: wir erleben die handelnden (schreibenden) Personen, den offenbar wachsenden Blutdruck außerhalb des Oval Office. Rotbäckchen auf dem Weg zum Burnout.

Mit diesem Video kehre ich in den kommenden Monaten häufiger zurück an den Ausgangspunkt dieses Blogs: zur amerikanischen Politik, ihren rhetorischen Performancen, ihren mutmaßlichen Bedeutungen.

Allgemein, Politische Rhetorik

Die Hunnenrede und ihr Urenkel

10. Oktober 2011

Der Kaiser redete frei, soweit man das überhaupt je von ihm sagen konnte. Manuskripte der Rede sind nicht überliefert. Der spätere Reichskanzler Bernhard von Bülow, damals ein früher Vorgänger des heutigen Bundesminister des Äußersten, zeichnet für zwei Textversionen verantwortlich, die später in Verkehr gelangten. Darin ein berüchtigtes Zitat, das die Angehörigen der seefahrenden Nation des Vereinigten Königreichs dazu veranlasste, später von den Hunnen zu reden, wenn sie die Hunnen meinten, also die Deutschen:

„Ihr wisst es wohl, ihr sollt fechten gegen einen verschlagenen, tapferen, gut bewaffneten, grausamen Feind. Kommt ihr an ihn, so wisst: Pardon wird nicht gegeben. Gefangene werden nicht gemacht. Führt eure Waffen so, dass auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen nur scheel anzusehen.“

Was glauben Sie, wer erst kürzlich durch eine executive order von dieser Rede erneut lethalen Gebrauch gemacht hat, auch wenn man diesem, wie Herr Berlusconi mal bemerkte, so getönten Inhaber der höchsten Befehlsgewalt schwerlich je als Hunnen bezeichnen, vielleicht aber eines Tages, ja, doch, auch scheel ansehen könnte? Na, wer wohl? Jawohl. Herr Barack Hussein Obama, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Mehr…

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Eine junge Frau, die es weit bringen wird

8. Juni 2011

Die Bilder sagen fast alles. In der zweiten Reihe wacht der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg darüber, dass die im Stadtstaat geborene Bundeskanzlerin dem ehrenden Anlass und der Überlieferung hanseatischer Traditionen gerecht wird. Frau Merkel tritt bei der Verleihung der Freiheitsmedaille ganz ohne Lametta auf.

Beim Lunch im State Department sitzt Guido Westerwelle wie eine Figur von Robert Gernhardt im Vordergrund des Bildes. Sein Anblick erinnert mich an jenes Bild einer pulloverbeschenkten Fest-Eule. Guido aber, so könnte es heißen, trug zur Feier des Anlasses eine so überaus stolzgeschwellte Brust, dass er gar nicht wusste, wohin damit.

Allen ersichtlichen Unterschieden zum Trotz gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen dem amerikanischen Präsidenten und der deutschen Bundeskanzlerin – ihren sarkastisch extratrockenen Humor, keine schlechte Voraussetzung dafür, den Geboten des Protokolls standzuhalten.

Am Berliner Kupfergraben gibt es bei Professor Sauer bald wieder einen kleinen Power-Karaoke-Abend.

 

 

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