Konzert im Weißen Haus
Der Februar ist in Amerika der Black History Month. Zu Gast sind Bob Dylan, Joan Baez, Jennifer Hudson und Smokey Robinson und Yolanda Adams. Change has come to America. Ihr Auftritt mag irgendwie historisch wirken, aber ohne Patina.
Barack Obama hat recht, als er daran erinnert, dass ihre Lieder ein "movement with a soundtrack" beschwören.
Das wurde aber auch Zeit. Bob Dylan singt "The Times They Are A-Changin´
People get ready, singen Jennifer Hudson und Smokey Robinson. Die Süße ihres Vortrags löscht die Bitternis nicht.
Als Joan Baez "We shall overcome" singt, zeigt die PBS-Kamera, wer mitsingt und wer nicht. Nun gehört es zu den großen Geheimnissen der amerikanischen Kultur, dass manche ihrer Abkömmlinge reden (und vielleicht auch singen) können, ohne dass sich ihre Mimik verändert. Achten Sie auf Joe Biden! Wer sich an Auftritte von Joan Baez bei den Antikriegsdemonstrationen der 60er Jahre erinnert, findet sie so gezähmt. Das Land führt zwei Kriege, bereitet vielleicht schon den nächsten vor und der größte Rückversicherer der Welt, Warren Buffett, ein Freund des Präsidenten, rechnet mit ABC-Attacken auf Amerika. But we are not afraid, today!
Yolanda rockt den Laden. Ihr langgezogenes Change reichte für eine tiefe Mandeloperation. Zur Ehre des Hausherrn ändert sie sogar die letzte Zeile des Lieds.
Beim Finale singt der Popstar im Weißen Haus selbst vernehmlich mit.


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