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Artikel Tagged ‘Tilo Jung’

Deutscher Fernsehpreis – Nominierung für Jung & Naiv

19. September 2014

Nun auch das noch. Tilo Jung ist mit "Jung & Naiv – Politik für Desinteressierte" für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Information nominiert. Die Fachmedien sind überrascht:

Jugendsender Joiz tritt gegen ARD- und ZDF-Interviews an

Für die vielleicht größte Überraschung auf der umfangreichen Nominierungsliste, die hier komplett eingesehen werden kann, sorgte der junge interaktive Sender Joiz. Er hat es ausgerechnet in die "Interview"-Kategorie geschafft. Dort gilt es, unter Tilo Jung für seinen Joiz-Beitrag "Jung & Naiv – Politik für Desinteressierte", Hubert Seipel mit "Snowdon exklusiv – Das Interview" (ARD) und Anne Will für ihren ARD-Talk eine Entscheidung zu treffen.

Als Redakteur bin ich auch ein bisschen stolz.

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Jung & Naiv goes Europe

25. April 2014

Trailer: Jung & Naiv from Tilo Jung on Vimeo.

Update

Der Countdown für Tilo Jungs Crowdfunding läuft in 14 Stunden ab. Es fehlen noch 1.800 €. Das wäre doch gelacht, wenn das ehrgeizige Projekt daran scheitern sollte. Ich bitte meine Leserschaft um Unterstützung.

Vielen Dank!

Erst war Tilo Jung mit Kollegen 10 Tage in der Ukraine. Hier könnt Ihr das Ergebnis besichtigen. Die internationale Resonanz darauf ist beachtlich.

Heute startete das nächste Großprojekt. Vor der Europawahl am 25. Mai wollen wir auf Reise gehen. Wir wollen nach Griechenland. Nach Italien. Nach Portugal. Nach Spanien. Nach Irland. Nach Finnland. Nach Tschechien. Nach Österreich. Nach Frankreich. Nach Großbritannien. Vielleicht sogar nach Zypern und Lettland.

Hier erfahrt Ihr mehr zu den Zielen und wie Ihr Jung & Naiv unterstützen könnt.

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Das Glucksen der Nahles

16. Dezember 2013

Eine seltsame Veranstaltung war das gestern. Noch ist niemand gewählt. Noch hat niemand eine Regierungserklärung abgegeben. Noch weiß niemand, wo die Reise hingeht. Und schon stellt dieser voreilige Herr Jauch die Frage, wie wir regiert werden. Und ausgerechnet diejenigen sollen die Frage beantworten, die von den Personalentscheidungen der Bundeskanzlerin bzw. ihrer Parteiführungen über Nacht überrascht wurden (oder auch nicht).

Es gehört zu den postdemokratischen Symptomen, dass solche Fragen an dazu kaum geeigneten und schon gar nicht vorgesehenen Orten gestellt und dort dann auf eine Weise beantwortet werden, die nichts Wesentliches mitteilt (auch nicht mitteilen will). Aber auch da scheint es nur noch darauf anzukommen, wie man etwas nicht sagt, um gleich die albernsten Haltungsnoten zu verteilen. Mehr…

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Die Fugger des 21. Jahrhunderts und ihre Nachrichtenmacher

17. Oktober 2013

 

Gestern war die Buchpremiere in München. Jeremy Scahill, langjähriger Autor bei Democracy Now! und The Nation, stellte die deutsche Übersetzung seines Buchs über “Schmutzige Kriege” vor. Nach seinem Buch über die Firma Blackwater eines der interessantesten Bücher über den “Krieg gegen den Terror”, seine Akteure, ihr politisches Denken und ihre Praxis.

Was ihn außerdem interessant macht, ist die Kooperation mit Glenn Greenwald und Laura Poitras, die von dem Ebay-Gründer Pierre Omidyar finanziert wird. In dem Interviewausschnitt, der Rest des 90minütigen Interviews steht bis zum Wochenende im Netz, gibt Scahill erstmals (noch etwas vage) Auskünfte darüber, was wir uns unter seinem “investigativen Journalismus” vorstellen können.

Was daran bemerkenswert ist, das ist der Sachverhalt, dass nun die Gegenkräfte zum Überwachungsstaat und zum ewigen Krieg auf den Plan treten. Günter Hack hat es heute morgen so auf den Punkt gebracht: “Fuggerei und korrespondierender Journalismus. Willkommen in der frühen Neuzeit.”

Der Epochenbruch kann ökonomisch-kulturell im Rückwärtsgang der alten industriellen Interessen betrachtet werden. Oder aus dem Verständnis eines neuen politischen Journalismus Partei ergreifen.

Eine Gänsehaut auf dem Rücken des Engels der Geschichte.

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Premiere

16. August 2013

Vor einigen Tagen schrieb der Kommentator Morph bei wiesaussieht:

Ich glaube, dass Journalisten, die sich in dieser Dynamik behaupten wollen, sehr viel stärker als früher als Personen hervortreten müssen, und das bedeutet vor allem, einen klar erkennbaren Personalstil der Schreibe und ein klar erkennbares Themenprofil zu entwickeln. Die Lage für Jounalisten wird prekärer werden, weil die Zeit der identitätsstiftenden Verlage und Presseunternehmen wohl vorbei ist; zugleich wird sie aber auch chancenreicher, weil man sich mit sehr viel persönlicheren Formen zur Geltung bringen kann. M.E. sind Leute wie Friedrich Küppersbusch oder Stephen Colbert zukunftsweisend.

Was Tilo Jung auf seinem Youtube-Kanal Jung & Naiv seit etwa einem halben Jahr macht, habe ich anfangs beiläufig, bald mit wachsender Neugier beobachtet. Die ersten Jung & Naiv- Interviews nahmen sie mit ihren iphones auf. Die Idee und das Konzept ist offenkundig beeindruckend genug, dass er und sein Produzent Alex Theiler über Krautfunding im März und April erfolgreich Geld eingesammelt haben, um mit ihrer Idee durchzustarten: Politik für Desinteressierte. Mehr…

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