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Artikel Tagged ‘Uwe Pörksen’

Schadsoftware in der politischen Sprache

4. Januar 2013

 

Reklame

Um 12:45 Uhr können Sie am 29.12.2012  unter dieser Adresse meinen Vortrag über den Stabilitätsanker und die Wachstumslokomotive beim 29c3 Kongress des Chaos Computer Clubs in Hamburg sehen.

Update

In der Samstagsausgabe der FAZ vom 5.1.2013 steht der für den Druck gekürzte Text des Vortrags.  Ich trage hier den Schluss des Vortrags nach:

Die Wachstumslokomotive ist ein klassisches Nebelwort. Im Nebel ihrer selbst wächst sie ins Riesenhafte. Eine Wachstumslokomotive ist ein spurgebundenes Triebfahrzeug, das hochtourig im Leerlauf vor dem Prellbock röhrt. Ihre rhetorische Karriere in der deutschen Politik erinnert mich an einen Witz aus den letzten Jahren der DDR. Was unterscheidet Lenin von Stalin und Honecker? Was machen sie, wenn ein Reisezug nicht weiterkommt, weil es kein Gleis mehr gibt? Lenin lässt die Reisenden neue Schienen verlegen und nach getaner Arbeit weiterfahren, Stalin jeden zehnten erschießen. Honecker holt ein paar raus, die am Zug rütteln, damit die Reisenden im Zug glauben, die Fahrt ginge weiter. Mehr…

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Renaissance des politischen Redens

3. Juli 2010

Die Hitze hat uns im Griff. Der Fußball. Der Zorn. Die Ungerechtigkeit – oder nach Sicht der Dinge der Zynismus: etwa dass Handspielen auf der Torlinie sich bezahlt macht. Heute um 16 Uhr geht es weiter. Dann ist Antritt.

Erst aber ziehe ich ein Resümee über mein Seminar an der Uni Bremen. Mehr…

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Weitere Zwischenrufe

30. Januar 2009

Offenbar gibt es Irritationen darüber, was denn ein Rhetorik-Blog mit den bisher angesprochenen Themen zu tun hat. Thema verfehlt, aber bitte weiter machen – so könnte ich die eine oder andere Reaktion freundlich zusammen fassen.

In der Tat: Reden sind Taten. Für das weite Feld – etwa der Reden, die zum neuen Konjunkturpaket im Deutschen Bundestag gehalten worden sind – könnten wir hinzufügen, es gibt auch Reden, die Untaten sind. Warum Untaten?

Schlechte Reden rauben, vernichten und entwerten unendliche Mengen von Zeit, erschweren das politische Geschäft und akkumulieren negatives Karma (das klebt wie Pech).

Sagen wir es mit den Worten Uwe Pörksens "Reden sind Antworten auf eine Situation, die um so besser gelingen, je genauer sie auf die Situation antworten." Auf diesen Autor und sein Buch  Die politische Zunge kommen wir immer mal wieder zurück.

Deshalb analysiere ich hier nicht den Obamaschen Stilbaukasten wie Parataxe oder hübsche Stabreime (das gehört auch zum Thema, wenn es die Erkenntnis eines komplexen Sachverhalts erleichtert), sondern die Situation, auf die er in seinen Reden eingeht – und welche Wirkung er damit erreicht.

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