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Artikel Tagged ‘Wirtschaftskrise’

Make a difference – oder anpacken

22. April 2009

Gestern unterzeichnete der community organizer in chief den EDWARD M. KENNEDY SERVE AMERICA ACT. Die Idee des Gesetzes und der Zeitpunkt seines Inkrafttretens hätten kaum besser gewählt sein können. Das Gesetz erweitert den Einsatzbereich und das Budget des AmeriCorps. Inmitten der Zeitenwende mobilisiert Obama die Zivilgesellschaft und ihre Ressourcen. Sie stellt sich den Herausforderungen der neuen Zeit (oder sollen wir sagen des neuen Jahrzehnts?). Das Gesetz lebt von der ziviligesellschaftlichen Tradition der amerikanischen Geschichte und stärkt die Infrastruktur freiwilligen Engagements.

Die Veranstaltung war ein Heimspiel. Nach überschwänglicher Begrüßung zahlreicher prominenter Ehrengäste erinnert Obama an seine eigenen Anfänge in Chicago, im Schatten stillgelegter Stahlwerke. We began to see a real impact in people’s lives. And I came to realize I wasn’t just helping people, I was receiving something in return, because through service I found a community that embraced me, citizenship that was meaningful, the direction that I had been seeking. I discovered how my own improbable story fit into the larger story of America.

Wer nach 9/11 und Katrina, in einer Zeit der Kriege und einer beispiellosen Wirtschaftskrise sich heute als junger Erwachsener engagiert, bekräftige die uramerikanische Idee, dass, wer sein Land liebt, es ändern kann. Die Bewerberzahlen für das PeaceCorps, für Teach For America und AmeriCorps haben sich vervielfacht. What this legislation does, then, is to help harness this patriotism and connect deeds to needs. It creates opportunities to serve for students, seniors, and everyone in between. It supports innovation and strengthens the nonprofit sector. And it is just the beginning of a sustained, collaborative and focused effort to involve our greatest resource — our citizens — in the work of remaking this nation.

Das Gesetz stärkt die Vernetzung und Kooperation freiwilligen Engagements, motiviert junge Amerikaner dazu anzupacken, und holt auch die Babyboomer, die best ausgebildete Generation in der amerikanischen Geschichte, an die neuen Fronten der Zivilgesellschaft.

Der oberste Geschichtenerzähler lädt die Nation dazu ein, auf der Webseite des Weißen Hauses Geschichten über ihr Engagement zu erzählen. Was für ein Kontrast zur vertikalen Vernunft hiesiger Enquetekommissionen und ministerieller Stabsstellen. Die deutschen Wahlkämpfer sollten den Ted Kennedy Act als Blaupause für ein eigenes Vorhaben in den ersten hundert Tagen der nächsten Legislatur aufnehmen, als Steilvorlage für eine überparteiliche Initiative. You don’t need to be a community organizer, or a senator, or a Kennedy — (laughter) — or even a President to bring change to people’s lives. Das geht auch als MdB.

Obama beendet sein Heimspiel mit einer Ted Kennedy-Anekdote,  die der Senator gerne erzählt. An old man walking along a beach at dawn saw a young man pick up a starfish and throwing them out to sea. "Why are you doing that?" the old man inquired. The young man explained that the starfish had been stranded on the beach by a receding tide, and would soon die in the daytime sun. "But the beach goes on for miles," the old man said. "And there are so many. How can your effort make any difference?" The young man looked at the starfish in his hand, and without hesitating, threw it to safety in the sea. He looked up at the old man, smiled, and said: "It will make a difference to that one."

Das geht auch hier. Weltwärts wie heimwärts.

 

 

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Auferstehung verschoben – bis auf weiteres

15. April 2009

Am Dienstag hielt der community organizer in chief, wie angekündigt, in der Georgetown University eine Rede zur wirtschaftlichen Lage der Nation. Wer diesen Blog regelmäßig liest, findet in der Rede kaum etwas Neues. Redenschreiber Jon Favreau (Fav) hat nach dem Ökonomiegipfel am Karfreitag über die Ostertage copy and paste gespielt. Trotzdem lohnt es sich, auf einige Details einzugehen.

Obama bleibt auf dem Weg in eine Neue Welt. Seine Rede folgt dem bewährten Muster der drei Fragen – wo kommen wir her, wo stehen wir, wo wollen wir hin? Fav hat es auch schon schärfer formuliert, aber zitieren wir trotzdem diesen Satz: It was caused by a perfect storm of irresponsibility and poor decision-making that stretched from Wall Street to Washington to Main Street. Professor Obama gibt den Georgetown Studenten eine schnelle Zusammenfassung, was zur Krise geführt hat. Schön der kurze Satz, der das Platzen der Blase auf den Punkt bringt: Greed gave way to fear. Das ist ein Rhythmus, wo man nicht mit muss.

Das Schmerzzentrum der Rede dient dazu, die amerikanische Öffentlichkeit verhalten darauf vorzubereiten, dass es schlimmer werden kann, dass die Krise noch nicht ihren Boden erreicht hat, dass es harter und unpopulärer Entscheidungen bedarf. Auf dem Weg in eine auf Fels gebaute Neue Welt rechnet Obama endlich auch mit seinen Kritikern ab und macht deutlich, dass das Konjunkturpaket, die Gesundheitsreform, die grüne Energiepolitik, Investitionen in Bildung, konsequente Regulierung der Finanzmärkte und eine solide Haushaltspolitik für ihn zusammen gehören, wenn man nicht auch in Zukunft auf Sand bauen wolle.

Das gibt schließlich das Stichwort dazu, die Schwäche des amerikanischen politischen Systems zu adressieren: But we also arrived here because of a fundamental weakness in our political system. For too long, too many in Washington put off hard decisions for some other time on some other day. There’s been a tendency to score political points instead of rolling up sleeves to solve real problems. There is also an impatience that characterizes this town – an attention span that has only grown shorter with the twenty-four hour news cycle, and insists on instant gratification in the form of immediate results or higher poll numbers. When a crisis hits, there’s all too often a lurch from shock to trance, with everyone responding to the tempest of the moment until the furor has died away and the media coverage has moved on, instead of confronting the major challenges that will shape our future in a sustained and focused way.

Obamas Botschaft lautet: Ärmel aufkrempeln und anpacken, Nachrichtenzyklus machen, nicht fürchten, zarten Hoffnungsschimmer nicht verwechseln mit Auferstehung. Die findet später statt. Dann aber winken wirklich bessere Zeiten: There is no doubt that times are still tough. By no means are we out of the woods just yet. But from where we stand, for the very first time, we are beginning to see glimmers of hope. And beyond that, way off in the distance, we can see a vision of an America’s future that is far different than our troubled economic past. It’s an America teeming with new industry and commerce; humming with new energy and discoveries that light the world once more. A place where anyone from anywhere with a good idea or the will to work can live the dream they’ve heard so much about.

Die Resonanz auf die Rede ist verhalten freundlich. Überrascht hat sie niemanden. Interessant die beiläufige Nachricht in einem Blog der Washington Post, dass Obama am Vorabend Grateful Dead im Weißen Haus empfing. Die Chicago Boys und diese Band verbindet mehr, als der Wahlkampf gezeigt hat. Grateful Dead haben Kultur- und Freiheitsgeschichte geschrieben. Pop ist wie die politische Rhetorik für den bodysurfer aus Chicago nicht Fassade, nicht weiße Tünche, sondern Energiekraftwerk, Intelligenzfutter, Quelle für short cuts, packende Einsichten. Kein Wunder, dass Bob Dylan Obama verehrt, weil er Gefühl und Verstand zusammenbringt.

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America needs you

11. März 2009

Das Publikum und der Ort für diese Rede Barack Obamas sind gut gewählt: In einer Veranstaltung der Hispanic Chamber of Commerce grüßen amerikanische Latinos ihren Präsidenten mit den Worten: "Si se puede!" Auf deutsch heißt das heute "Yes we can". Obama redet über die amerikanische Bildungspolitik.

Politische Rhetorik
Ein weiteres Mal können wir den gedanklichen Aufbau einer bedeutenden politischen Rede bewundern. Bevor wir uns dem aber zuwenden, scheint es an der Zeit zu sein, auf ein weit verbreitetes Missverständnis einzugehen, das Rhetorik für eine dekorative Trickkiste hält, mit welcher jedweder Unfug unter die Leute gebracht werden könne, ohne dass sie wüssten, wie ihnen geschieht.

Das Gegenteil ist der Fall. Politische Rhetorik entfaltet, prüft und verwirft Argumente. Sie lebt davon, von ihrem Publikum nicht per Akklamation, sondern in den eigenen Gedanken mit gedacht und geprüft und am Ende für gut oder schlecht befunden zu werden. Politische Rhetorik überwältigt nicht, sondern gewinnt ihr Publikum.

Wer glaubt, auf  das Entfalten von Argumenten verzichten zu können, wer es für überflüssig hält (oder für abgeschmackte Hollywood-Pathetik), an die Gefühle der Zuhörer zu appellieren, begreift nicht die eminente Bedeutung des politischen Redens für den Zusammenhalt einer Demokratie. Leere Appelle ohne Argumente und politische Reden, die knapp über dem Gefrierpunkt auf die emotionale Ansprache ihres Publikums verzichten, haben etwas von einem Nebelhorn. Sie bleiben vage, wo sie präzise werden müssten. Sie geben keine Orientierung. Am Ende ahnt man nur: Da draußen bewegt sich was auf uns zu.

Gleichzeitigkeit der Herausforderungen
Nun redet Obama also über Bildung. Hat er nichts Besseres oder Dringlicheres zu tun? Er hat mit der Wirtschafts- und Finanzkrise doch mehr als genug an der Backe! Diesen Einwand, der in der konservativen Meinung um sich greift, entkräftet Obama gleich zu Beginn seiner Rede: Multitasking sei in den großen Bewährungsproben Amerikas geübte Routine. Mitten im Bürgerkrieg setzte Abrahm Lincoln den Homestead Act durch, errichtete die National Academy of Sciences und betrieb in großem Maßstab transkontinentalen Eisenbahnbau.

Obama veranlasst nicht, wie David Brooks meint, Schönheitsreparaturen im Wohnzimmer, während das Fundament zerbröselt. Obama setzt auf Zukunftsinvestitionen, die langfristige Wachstumshemmnisse in den USA aus dem Weg räumen: von der Energieversorgung, dem Gesundheitswesen und der Infrastruktur bis zur Bildung. Indem er diese Politikfelder inmitten der sich verschärfenden Finanzkrise adressiert, pflegt er keine Steckenpferde der demokratischen Partei, sondern macht den Weg frei für langfristige wirtschaftliche Prosperität. Er vollzieht damit mehr als einen üblichen parteipolitischen Richtungswechsel. Das ist im übrigen der strategische Grund für Obamas überparteiliche Initiativen. Denn nur so werden neue politische Pfade im amerikanischen politischen System gangbar.

Amerikanischer Traum oder Albtraum?
Obama nutzt zu Beginn seiner Rede die Gelegenheit, vor diesem Publikum, einer Versammlung von ehrgeizigen Aufsteigern, wie sie besonders Einwanderungsländer hervorbringen, zu einer politischen Abgrenzung. Die amerikanische Prosperität sei immer schon guter Ausbildung zu verdanken und nicht der bloßen Anhäufung von Wohlstand. Kinder aus Dallas befänden sich im 21. Jahrhundert im Wettbewerb mit Kindern aus New Delhi. Und dann legt er mal wieder den Finger in schwärende Wunden, kritisiert das Versagen der Schulen vor allem bei den Latinos und den Schwarzen.

Bill Clinton und die konservativen Kritiker haben diesen Aspekt in Obamas Rhetorik noch nicht in seiner politischen Funktion verstanden. Obama redet das Land nicht schlecht, sondern nennt die Dinge bei ihrem Namen. Es sei nun einmal so, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten weit hinter dem zurück bleibe, was möglich sei.

Nun redet der Präsident also nicht über zerkrümelnde Straßen, einstürzende Brücken und Deiche, sondern über das Versagen der Schulen. Singapore übertreffe Amerika bei weitem. Kaum ein Drittel der 13-bis 14-jährigen Amerikaner könne richtig lesen, ganz zu schweigen von dem Versagen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. "The relative decline of American education is untenable for our economy, it’s unsustainable for our democracy, it’s unacceptable for our children — and we can’t afford to let it continue."

Das Versagen der Schulen stelle den amerikanischen Traum selbst in Frage, einen Traum, den die Einwanderer (ihre Erfolgreichsten sitzen im Saale) lebendig halten, indem sie sich krumm legen für die Zukunft ihrer Kinder. Das Versagen der Schulen, sagt Obama, liege nicht an den Kindern oder weil es an Ideen mangele, sondern an einem strukturellen Fehler in der Politik selbst. "For decades, Washington has been trapped in the same stale debates that have paralyzed progress and perpetuated our educational decline. (…) We ´ve accepted failure for far too long."

Investitionen in Bildung
Obama will massiv in den Ausbau der frühkindlichen Bildung investieren. Er sagt dem bildungspolitischem Föderalismus der Bundesstaaten den Kampf an; der beflügele ein Wettrennen zum Schlechteren. Es sei an der Zeit, die Standards höher zu setzen, in den Curricula, im Erfolg der Schüler, in der Vergütung guter Lehrer. Es sei höchste Zeit, gute Lehrer auszubilden und zu motivieren. "America needs you!" Das ist der Kernsatz dieser Rede, Obamas Appell an eine neue Generation inspirierender guter Lehrer.

Der Präsident sagt dem Schulabbruch den Kampf an. Vor allem die innerstädtischen Schulen in den großen Städten versagten total, seien verantwortlich für mehr als die Hälfte der Schulabbrecher. Wer seine Ausbildung abbreche, gebe sich selbst auf. Jeder junge Amerikaner solle mehr für seine Ausbildung tun. Schließlich wendet sich Obama auch an die Eltern. Es gebe nun mal Sachen, die nur Eltern machen können: den Fernseher oder das Videospiel abzustellen und dafür zu sorgen, dass die Kinder zur Schule gehen. Obama erinnert an seine Mutter: I can still picture her waking me up at 4:30 a.m., five days a week, to go over some lessons before I went to school. And whenever I’d complain and grumble and find some excuse and say, "Awww, I’m sleepy," she’d patiently repeat to me her most powerful defense. She’d say, "This is no picnic for me either, buster."

Bewegende Beispiele
Obama schließt seine Rede mit einem Beispiel von ein paar Kindern in Kalifornien. Kindern, die in eine Hightech-Schule des 21. Jahrhunderts gehen. Privilegierte Kinder. Sie haben ein Video produziert. "Some of them spoke about their parents being laid off, or their homes facing foreclosure, or their inability to focus on school with everything that was happening at home. And when it was her turn to speak, Yvonne said: "We’ve all been affected by this economic crisis. [We] are all college bound students; we’re all businessmen, and doctors and lawyers and all this great stuff. And we have all this potential — but the way things are going, we’re not going to be able to [fulfill it]."

It was heartbreaking that a girl so full of promise was so full of worry that she and her class titled their video, "Is anybody listening?" So, today, there’s something I want to say to Yvonne and her class at Village Academy: I am listening. We are listening. America is listening."

Erinnern wir uns. Der Präsident hält diese Rede vor der amerikanisch-spanischen Handelskammer. Vor Einwanderern, die den amerikanischen Traum verkörpern, die eine ähnliche Geschichte haben wie er selbst. Obama nutzt diesen Rohstoff persönlicher Geschichten als Kraftwerk der Gefühle, wie sie unser alltägliches Leben hervorbringt, als Beispiel, das unsere Kräfte auf die Probe stellt.

Elender Kontrast
Was für ein Kontrast zu dem jämmerlichen Ergebnis des deutschen Bildungsgipfels, bei welchem die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer die Bundeskanzlerin ins Leere laufen ließen. Wer in der Politik sich davor scheut, die Dinge so darzustellen, wie sind, wird bei dem Versuch, sie zu ändern, kaum erfolgreich sein. Politische Rhetorik, wie wir sie bei Barack Obama von neuem lernen, kann dazu beitragen, Einsichten zu fördern, Tatkraft zu mobilisieren – und so Berge zu versetzen.

Das fehlt uns.

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Herakles

21. Februar 2009

Das ist der zeitgenössische politische Versuch einer Transformation der Antike. In seiner heutigen Videoansprache evoziert Obama die Heldentaten des Herakles, ohne den beim Namen nennen zu müssen, macht aber deutlich (mehrt so schon zu Lebzeiten seinen Nachruhm), dass die Vielzahl der ererbten Krisen nicht einzeln adressiert, sondern nur zusammen zu lösen sei.

Obama stimmt ein rhetorisches Triumphgeheul an, das den Republikanern in den kommenden vier Jahren in den Ohren gellen wird. Er reklamiert für sich die größten und schnellsten Steuersenkungen der Geschichte und kündigt an, in der nächsten Woche das ererbte Billionen-Dollar-Defizit in Angriff zu nehmen.

There will now be shovels in the ground, cranes in the air, and workers rebuilding our crumbling roads and bridges, and repairing our faulty levees and dams. Wie lange es wohl dauert, bis wir den ersten Rap auf dieses Bild von den crumbling roads zu hören bekommen, aber ohne brennende MTV-Mülltonnen?

Der Stil und das multitasking dieser Präsidentschaft machen etwas anderes erkennbar. Während die deutsche Politik ihren Pragmatismus zutreffend mit den Worten beschreibt, auf Sicht zu handeln (Weitsicht für unmöglich erklärt), reklamiert Obama, mit dem Eingeständnis, auch scheitern zu können, Umsicht und Weitsicht als einzigen Ausweg aus der Malaise.

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Short Cuts

17. Februar 2009

Das narrative Material der vielen Einzelschicksale ist Rohstoff. Diesen Rohstoff zu verwandeln, in etwas Mitreißendes, in eine lange Welle, die dich trägt, in das Empfinden der Gleichzeitigkeit – darin liegen das Pathos und die Kunst Raymond Carvers und Robert Altmans. Jetzt sammelt  und teilt Obama Geschichten darüber, wie die Amerikaner die Krise persönlich erleben.

Seine Redenschreiber und elektronischen community organizers verfolgen eine interessante Idee. Es geht nicht darum, dem Publikum etwas einzureden, was es nicht hören will, und das mehr oder weniger elegant zu verpacken. Storytelling funktioniert nicht von oben nach unten. Es geht um die Chance der Bürger, im Gospel des politischen Redens etwas wieder zu finden, etwas zu erkennen – was es heißt, wenn es um dich selbst, deine Familie, deine Nachbarn, deine Kollegen geht. Tua res agitur.

Die demokratische Idee der Teilhabe verträgt sich nicht mit dem abgehobenen Technokratenmandarin des Politikmanagements. Es reicht nicht aus, etwas politisch Kompliziertes in ein Paket zu verwandeln. Die Adressaten müssen es schließlich haben wollen – oder sie werden die Annahme verweigern.

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