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Artikel Tagged ‘Paul Krugman’

Keine schönen Aussichten

12. September 2011

So das Fazit Frank Lübberdings in der Printausgabe der heutigen FAZ (link folgt). Der Abgang des EZB-Chefvolkswirts beschleunigt eine Entwicklung, die wir nicht als Einsicht oder auch nur als vage Aussicht darauf, Einsicht zu zeigen, verstehen können. Die Einsicht etwa, dass die Schulden der einen die Guthaben der anderen seien. No way, baby. DIE SCHULDNER GEHÖREN BESTRAFT.

Zu einem ähnlichen Befund kommt heute François Leclerc bei Paul Jorion: Die europäischen Chefs befänden sich mitten in einem Hürdenrennen (in dessen Parcours weitere Hürden geworfen werden), um Griechenland zu retten, nur um am Ziel festzustellen, dass sie die Griechen tatsächlich erwürgt haben.

Paul Krugman argumentiert ähnlich. Die Europäer seien zu sehr damit beschäftigt, Schuldner zu bestrafen. Mehr…

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Schlechte Metaphern sorgen für schlechte Politik

13. Dezember 2010

Wer hätte das gedacht? Paul Krugman beschenkt den Rhetorik-Blogger mit einem Zitat, das ein Leitmotiv meiner Arbeit sein könnte:

And bad metaphors make for bad policy.

Was sind die schlechtesten politischen Metaphern dieses Jahres? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit fange ich an mit der schwäbischen Hausfrau, den Defizitsündern und der Schuldenbremse.

Schlechte Metaphern sorgen nicht nur für schlechte Politik. Sie sind auch Symptome für schlechtes Denken, verbergen und offenbaren Webfehler der Politik. Einer schlechten Metapher nachgehen heißt, sie als Symptom so lange ernst zu nehmen, bis das dahinter lauernde Syndrom in voller Hässlichkeit in den Blick gelangt. Daher mein Dank an Paul Krugman. You made my day. Mehr…

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Querverweis

9. August 2010

Im Weissgarnix-Blog beschäftige ich mich heute mit einer Kolumne von Paul Krugman und seiner Prognose des Niedergangs.

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Unfocused anger und wutgetränkte Apathie

2. August 2010

Paul Krugmans heutige Kolumne in der New York Times endet mit den Worten:

"I’d like to imagine that public outrage will prevent this outcome. But while Americans are indeed angry, their anger is unfocused. And so I worry that our governing elite, which just isn’t all that into the unemployed, will allow the jobs slump to go on and on and on."

Die Wut ist diffus. Woran erinnert mich das? Die Situation am Arbeitsmarkt mag in Deutschland anders aussehen als in den USA. Der Befund Wilhelm Heitmeyers in Deutsche Zustände entspricht Krugmans Feststellung. Heitmeyer redet von "wutgetränkter Apathie".

So viel anders ist die Situation in Deutschland trotz neuer "Wirtschaftswunderhoffnungen" durchaus nicht. Krugman sagt voraus:

"Two years from now unemployment will still be extremely high, quite possibly higher than it is now. But instead of taking responsibility for fixing the situation, politicians and Fed officials alike will declare that high unemployment is structural, beyond their control."

Die rhetorische Lektion liegt auf der Hand: Nenne eine politisch beeinflussbare Größe strukturell – und Du entlastest die Politik um ein Problem, das sie der Fürsorge oder der göttlichen Vorsehung überantwortet.

Ökonomische Legitimationsprosa wird in diesem Blog zum Thema. Der Vergleich mit den aktuellen Debatten in Amerika schärft den Blick auf deutsche Nebelwörter.

Dieses Video illustriert das Drama der steigenden Arbeitslosigkeit in den USAseit 2007.

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Fundsachen

14. Juli 2010

Der Sommer versetzt den Blogger ins Brüten. Heraus kommt das eine und das andere. Auf dem Weg dahin hier einige Hinweise auf Lesefrüchte, die sich als nützlich erweisen könnten.

Bilbo analysiert in seinem Blog eine Goldman Sachs-Studie: Why is the Economy so weak? What can policy do?

But the bottom line of the paper is that the US is likely to have to endure on-going and massive employment gaps (below potential) for years because the US government is failing to exercise leadership. The paper recognises the need for an expansion of fiscal policy of at least 3 per cent of GDP but concludes that the ill-informed US public (about deficits) are allowing the deficit terrorists to bully the politicians into cutting the deficit. The costs of this folly will be enormous.

In die gleiche Richtung zielt eine kürzlich veröffentlichte Studie des American Enterprise Institutes. Mehr…

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